Die Schönheiten des Tals

Der Weg ins Gschlöß

„Ist schon eine Wanderung im Tauerntal zum Matreier Tauernhaus ein wahrer Hochgenuss, so erhöht sich dieser Genuss noch, je mehr wir auf dem weiteren Wege in die Nähe der Gletscherregion kommen. Ganz gewiss wird niemanden die aufgewendete geringe Mühe reuen, die die Fortsetzung des Weges bis Innergschlöss kostet.

Man braucht vom Tauernhaus eine starke Stunde bis Gschlöss und hat nur eine Höhendifferenz von nicht einmal 200 Metern zu überwinden. Wir verlassen das gastliche Tauernhaus, seine Knödel und Forellen und schreiten einwärts dem scheinbaren Abschluss des Tales entgegen, denn nur ein ganz schmaler Spalt im Westen des Talgrundes verrät den Eingang ins Gschlösstal […].

Auf dem weiteren Wege gestattet der Venediger schon Blicke in die Vorhallen seines Heiligtums: der Kesselkopf, an ihn eng sich schmiegend winzig klein die alte Prager Hütte, das weitgedehnte Schlatenkees, darüber der Kleine Venediger zeigen sich ab und zu zwischen der Baumumrahmung, welche in verschieden farbigem Grün den Wald von Fichten und Lärchen bilden, durch den wir wandern: später erscheinen auch andere Eisriesen: die Schwarze Wand, die regelmäßige Pyramide des Hohen Zaun, ein bisschen auch das Rainer Horn und endlich „Er“ selbst (der Großvenediger), in unnahbarer Majestät weit hinter und über seinen Trabanten thronend […].
Ein Rückblick ins Tauerntal lässt uns noch einmal die liebliche Pracht dieses Idylls genießen, die grünenden Wiesen durchströmt vom „keesweißen“ Gschlösserbach, Almhütten und Schupfen, malerisch gruppiert, das behäbige Tauernhaus inmitten der alters- und wettergrauen Hütten, weidenden Herden […]. Nun sind wir schon am Eingang ins Gschlöss; das Tal hat sich verengt.

 

Die Mühe des Anstiegs wird tausendfach belohnt durch den ersten großen ungehinderten Anblick des ganzen Gletscherstockes im Hintergrund des Tales. Schön, überraschend schön ist dieser Blick; vielleicht bietet der Blick von der Kürsinger Hütte oder vom Gumpachkreuz im Dorfer Tal aus mehr an wilder, eisig ernster Romantik, aber in schönerer Harmonie von idyllischer Lieblichkeit und herbem Ernst zeigt sich der Herr der Gruppe nirgends, als vom Hochstein aus. Siste viator! Bleib´ stehen, o Wanderer, oder besser noch, wirf´ dich ins Gras und lasse deine Seele das Bild trinken, das deine entzückten Augen erblicken!

(Lienzer Bote, 19. Juni 1925)

 

 

Felsenkapelle

Die Felsenkapelle ist einer Höhepunkte auf einer Wanderung vom Matreier Tauernhaus zum Venedigerhaus.

 

1688 errichtet. Zwei Mal durch Lawinen zerstört.

 

Gschlösser Kirchtag am 8. September.

Frauenbrunnen

Der Sage nach soll das heilsame Wasser des Frauenbrunnens nicht nur Frauenleiden lindern, sondern vor allem auch die Gesundheit der Augen fördern.

Das Auge Gottes

Auf dem Weg zu den Prager Hütten liegt oberhalb des Salzbodensees ein kleiner Tümple mit einer wunderschönen Wollgrasinsel in der Mitte.

Gletscherweg Innergschlöss

Moränen, Moore, Gletschereis, Gletscherschliff, Pionierpflanzen, den Salzbodensee, das Auge Gottes - das alles sieht und erlebt man, wenn man sich auf eine Wanderung vom Talschluss über den Gletscherweg zur Alten Prager Hütte macht.

 

Beschreibung siehe hier

Löbbentörl (2.770 m)

Der recht anspruchsvolle Aufstieg zum 2.770 m hohen Löbbentörl wird mit einem imposanten Blick auf das Venedigermassiv und den gewaltigen Eisbruch der Kristallwand belohnt.

Almdorf Außergschlöss

Almdorf mit eng zusammengedrängten Hütten auf dem Weg vom Matreier Tauernhaus zum Venedigerhaus.

Karlessee

Kleines, verstecktes Seenauge oberhalb des Salzbodens. Weglos erreichbar.

Matreier Tauernhaus mit Tauernhauskapelle

Historisches Hospiz unterm Felbertauern (1207). Ausgangspunkt für die Wanderung oder Fahrt mit Taxibus, Kutsche oder Traktorzug zum Venedigerhaus.

 

Die Tauernhauskapelle stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist dem Hl. Bartholomäus gewiht. Neu gefasster Altar. Tauernhaus-Kirchtag jeweils am Sonntag nach dem 24. August.

 

Matreier Tauernhaus